G-Vectoring Control - GVC, GVC Plus & e-GVC Plus 

e-GVC Plus

Die von Mazda entwickelte Fahrdynamikregelung G-Vectoring Control (GVC) wurde im Mazda MX-30 (kombinierter Stromverbrauch nach NEFZ: 17,3 kWh/100 km; CO2-Emissionen: 0 g/km) zur elektronischen e-GVC Plus weiterentwickelt: Sie nutzt das Drehmoment des Elektromotors für eine noch bessere Lastverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse in unterschiedlichen Fahrsituationen. In jedem Geschwindigkeitsbereich ermöglicht das System sanfte und nahtlose Übergänge zwischen den in Längs- und Querrichtung wirkenden G-Kräften – unabhängig davon, ob der Fahrer Lenkkorrekturen auf geraden Straßen oder in Kurven vornimmt. Das Ergebnis ist ein natürlicheres und angenehmeres Fahrverhalten.

Die e-GVC Plus passt das Motordrehmoment an die Lenkmanöver des Fahrers an. Am Kurveneingang reduziert das System das abgegebene Drehmoment leicht, wodurch die Vorderräder mehr Radlast erhalten. Dies verbessert die Reaktion auf den Lenkbefehl. Wenn der Fahrer am Kurvenausgang das Lenkrad in seine ursprüngliche (neutrale) Position zurückdreht, wird das Drehmoment leicht erhöht, um die Radlasten nach hinten zu verschieben und das Fahrzeug zu stabilisieren. Auch der Geradeauslauf wird dadurch schneller wiederhergestellt.

Bei einer schnellen Rückkehr des Lenkrads in die Neutralstellung arbeitet das System zudem eng mit der Bremssteuerung zusammen, die durch ein leichtes Abbremsen des kurvenäußeren Vorderrades das Zurückdrehen des Fahrzeuges in Geradeausstellung unterstützt. Das Zusammenspiel verbessert die Stabilität bei Fahrten auf Bergstraßen, Autobahnen und rutschigen Untergründen erheblich – und verleiht dem vollelektrischen Mazda ein unvergleichliches Handling.

GVC Plus

Mit der Fahrdynamikregelung G-Vectoring Control Plus (GVC Plus) zeigt Mazda die nächste Evolutionsstufe des schon bekannten G-Vectoring Control (GVC). Im Rahmen der Skyactiv Vehicle Dynamics Technologie wird GVC Plus seit 2019 sukzessive in allen Modellen – außer im Mazda MX-5 – eingeführt.

GVC Plus erweitert das bisherige GVC, das beim Einlenken durch eine nicht wahrnehmbare Reduzierung des Motordrehmomentes die Vorderräder etwas stärker belastet und damit die Lenkreaktionen und das Fahrverhalten bei Spurwechseln oder Kurvenfahrten verbessert. GVC Plus bremst zusätzlich am Kurvenausgang – also dann, wenn der Fahrer beginnt das Lenkrad wieder in die Mittellage zu stellen – die kurvenäußeren Räder ab. Der nicht spürbare Bremseingriff führt zu einem zusätzlichen Giermoment um die Hochachse des Fahrzeugs, wodurch der Übergang in die Geradeausfahrt nach dem Kurvenausgang unterstützt und stabilisiert wird. Unter dem Strich profitiert der Fahrer mit GVC Plus von einer deutlich höheren Fahrsicherheit in allen Fahrsituationen - insbesondere bei Schnee- und Eisglätte.

Bei der Fahrdynamikregelung GVC Plus handelt es sich um eine komplexe und gleichzeitig feinfühlige SoftwareLösung für Mazda Fahrzeuge mit Skyactiv Technologie. Das System ist in der Lage, über Eingriffe in die Motorsteuerung und das Bremssystem, Kräfte um die Quer- und Hochachse des Fahrzeugs in Sekundbruchteilen zu initiieren, die dazu genutzt werden, die Reaktion auf Lenkbefehle zu verbessern und dem Fahrer die bestmögliche Kontrolle über sein Auto zu gewährleisten. Neben dem verbesserten Handling steigt der Fahrkomfort, weil die Übergänge zwischen Längs- und Querbeschleunigungskräften beim Fahren gleichmäßiger und weniger abrupt sind. Ein weiterer Vorteil von GVC Plus ist die Unterstützung bei der Geradeausfahrt, wo der Fahrer von kleinen, unbewusst durchgeführten Lenkkorrekturen entlastet wird, die normalerweise notwendig sind, um das Fahrzeug in der Spur zu halten.

GVC

Die Fahrdynamik-Regelung G-Vectoring Control (GVC) hat zum Modelljahr 2017 Einzug in das Mazda Modellprogramm gehalten. 

Beim Einlenken in eine Kurve reduziert die Motorsteuerung für einen winzigen Moment die Einspritzmenge und damit das abgegebene Drehmoment. Dadurch erhöht sich die Last auf die Vorderräder, was zu einer verbesserten Reaktion auf den Lenkbefehl führt. Während der Kurvenfahrt hält das System eine optimale Drehmomentabgabe aufrecht.

Durch das Variieren der Radlasten ist es möglich, mehr Seitenführungskraft an ein Rad zu übertragen und damit die Fahrstabilität zu verbessern. Dies gilt nicht nur für Kurvenfahrten, sondern hilft auch bei langsamen innerstädtischen Fahrten, bei zügigem Autobahntempo, bei schnellem Spurwechsel oder einem plötzlichen Ausweichmanöver. Besonders wirksam ist GVC auf unebenen oder rutschigen Oberflächen beispielsweise bei Schnee- und Eisglätte.

Neben Fahrdynamik und Stabilität verbessert sich auch der Reisekomfort. Denn das System sorgt für möglichst glatte Übergänge jener Längs- und Querbeschleunigungskräfte, die beim Beschleunigen, Bremsen und Lenken auf Fahrer und Passagiere wirken. Alles erfolgt gleichmäßiger und weniger abrupt. Zudem wird der Fahrer von den ermüdenden kleinen Lenkkorrekturen aufgrund von Fahrbahnunebenheiten oder Seitenwind entlastet, die man auch bei Geradeausfahrt unbewusst vornimmt; in einem Fahrzeug mit GVC sind diese nur in deutlich geringerem Umfang erforderlich.

Dabei greift die G-Vectoring Control  stets ebenso schnell wie subtil ein. Für den Fahrer und die Insassen sind die Eingriffe und die aus der Drehmomentanpassung resultierende Verzögerungsleistung von 0,01 g oder weniger praktisch nicht wahrnehmbar. Zweifellos wahrnehmen lässt sich aber das insgesamt kultiviertere Fahrerlebnis. Und dieses kann mit jedem Mazda Modell der neuen Generation verwirklicht werden. Denn bei der G-Vectoring Control handelt es sich trotz der hochkomplexen Funktionsweise um eine reine Software-Lösung, die sich auf jedes Fahrzeug mit Skyactiv Technologien übertragen lässt.

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