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Mazda und Partner entwickeln klimaneutrale Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren

  • Synthetische Kraftstoffe wie Biodiesel im Rennsport getestet
  • Wasserstoffmotoren sowie „grüne" Produktion und Transportwege
  • Zusammenarbeit japanischer Automobil- und Zweiradhersteller

Die Mazda Motor Corporation treibt den Weg in die Klimaneutralität voran: Das Unternehmen arbeitet in Partnerschaft mit Subaru und Toyota sowie den Zweiradherstellern Kawasaki Heavy Industries und Yamaha Motor an alternativen Kraftstoffen für Verbrennungsmotoren. Synthetische Kraftstoffe und andere Technologien wie Wasserstoffmotoren werden dabei zunächst im Motorsport erprobt.

Um seine CO₂-Emissionen zu senken, verfolgt Mazda einen Multi-Solution-Ansatz: Unterschiedliche Technologien sollen die Bedürfnisse unterschiedlicher Autofahrer erfüllen und dabei auch regionale Besonderheiten berücksichtigen. Neben Elektroautos wie dem bereits erhältlichen Mazda MX-30 (kombinierter Stromverbrauch nach NEFZ: 17,3 kWh/100 km; CO₂-Emissionen: 0 g/km) und hocheffizienten, hybridisierten Verbrennungsmotoren ergänzen demnächst auch Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeuge die Modellpalette. Parallel dazu arbeitet der japanische Automobilhersteller auch weiterhin an der Optimierung von Verbrennungsmotoren, um deren Klimabilanz zu verbessern. Hier entfalten Effizienzsteigerungen eine besonders große Wirkung. Neben dem innovativen e-Skyactiv X, der die Stärken von Benzin- und Dieselmotoren vereint, setzt das Unternehmen dabei auf CO₂-neutrale Kraftstoffe – und beteiligt sich an Initiativen wie dem „Your Green Fuel"-Projekt in Japan und der „eFuel-Alliance" in Europa

Im dreistündigen Super Taikyu Race im japanischen Okoyama startete Mazda Spirit Racing Bio am vergangenen Wochenende (13. bis 14. November) mit dem Konzeptfahrzeug Demio. Für den Antrieb sorgte ein 1,5-Liter Skyactiv D, der mit einem zu 100 Prozent aus Biomasse gewonnenen Dieselkraftstoff betrieben wurde. Durch solche Verifizierungstests in unterschiedlichen Umgebungen und Bedingungen will Mazda die Zuverlässigkeit seiner Technologien unter Beweis stellen – und so zum Biodieselkraftstoff der nächsten Generation beitragen. Der Vorteil: Biokraftstoffe lassen sich ohne große Anpassungen in bestehenden Motoren und im aktuellen Tankstellennetz nutzen.

Mit Toyota und Subaru starten im nächsten Jahr zwei weitere Marken in der japanischen Super Taikyu Rennserie und setzen dabei Fahrzeuge ein, die ebenfalls CO₂-neutralen, aus Biomasse gewonnenen Kraftstoff nutzen. Der gemeinsame Wettbewerb im Rennsport soll die technologische Entwicklung beschleunigen.

Grüner Wasserstoff für Verbrenner
Wasserstoffmotoren sind eine weitere Möglichkeit zur CO₂-Reduzierung: Das von Toyota gemeinsam mit Denso und Yamaha entwickelte Triebwerk, das Wasserstoff anstelle von Benzin nutzt und damit lokal emissionsfrei unterwegs ist, hat seine Feuertaufe bereits beim 24-Stunden-Rennen in Fuji bestanden. In Okoyama folgte jetzt die Wiederholung mit mehr Leistung und Drehmoment. Kawasaki und Yamaha prüfen außerdem den Einsatz eines Wasserstoffmotors in Motorrädern und All-Terrain Vehicles (ATV) – weitere japanische Zweiradhersteller wie Honda und Suzuki könnten sich dieser Forschungsinitiative anschließen.

Für eine saubere Klimabilanz ist dabei aber „grüner" Wasserstoff erforderlich: Produktion und Transport müssen ohne den Einsatz fossiler Energien erfolgen. Die Unternehmen arbeiten hierfür mit verschiedenen Partnern und lokalen Gemeinden zusammen. Während in der Herstellung beispielsweise Biomasse aus der Abwasseraufbereitung in bestimmten Regionen genutzt wird, kommen Brennstoffzellen-Lkw für den Transport zum Einsatz.

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